Allgemein

tägliche Ration…..

Vor nicht zu langer Zeit war der 27. April 2020

… Mein Freund Wege und ich haben nun einige Balkonkonzerte gespielt. Das war sehr eindrücklich, die spezielle Stimmung, die Bereitschaft der Leute in den Gärten oder auf den Balkonen unserer Musik zuzuhören. Genial… Hat sich da bei den Zuhörenden schon was verändert? Es war so toll, wie wir aufspielen konnten, ein ganz neues Erlebnis des Musizierens. Meine Tochter Jacqueline mit ihrem Freund Kilian haben uns am 25. April ins Wylerquartier eingeladen. Hier einige Bilder dazu:

Vor nicht zu langer Zeit war der 9. April 2010

… ganz viele Sachen übers Internet mit meinen Schüler*innen besprochen. Wie hätte wohl dieser Lockdown in der analogen Zeit funktioniert. Im Lehrer*innen Seminar, das ich 1974 bis 1978 besucht habe, gab es ja noch keine Computer und kein Internet und das Telefon hatte auch noch eine Schnur zum Hörer! Wahrscheinlich hätten wir da die Aufgaben per Post erhalten. Und die «Päcklipöstler» wären wahrscheinlich genauso überladen gewesen wie heute. Das wäre aber schon die einzige Gemeinsamkeit mit dem Heute gewesen. An diesem Tag stelle ich euch ein Video aus fast noch analoger Zeit zum Anhören und -schauen bereit: Es war die Band «Kaktus» mit Anton (Gesang), Samuel Joss (Bass,Gesang), Jürg Lehmann (Schlagzeug,Gesang) und mir als Arrangeur und Klavierspieler:

«Kaktus» 1995

Vor nicht zu langer Zeit war der 7. April 2020

Es ist wunderbares Wetter draussen… aber ich arbeite drinnen in meinem Kellerstudio. «Corona» will, dass ich über die Medien mit meinen Studierenden kommuniziere. …«henusode»… Klar lerne ich nun viel über das virtuelle Unterrichten…. aber spielen will ich nicht nur virtuell! Das macht keinen Spass. Der menschliche Kontakt ist halt das «A und O» des Erden-Daseins.

Ich arbeite weiter an meinen Piano-Text-Vertonungen. Viele dieser Texte über lebendige Klaviere sind mir mal in einer Nacht in den Sinn gekommen. Ich musste aufstehen und diese gleich niederschreiben. Jetzt habe ich schon viele solcher Texte im Angebot und möchte das ganze bald mal veröffentlichen. Aber vielleicht wäre es ja toll, zuerst alle zu vertonen! Daran bin ich nun: Heute ist habe ich diesen Text vertont:

Die Klavierschwarte

Text und Musik von Willy Schnyder SUISA

eine Klavierschwarte

         sollte spielen eine Quarte

         doch es tönte mehr nach Tritonus

         der Klavierstimmer war wohl nicht im Schuss

         denn auch die reine Quinte tönte gruusig

         oder war’s am End’ nur bluesy(g)?

Vor nicht zu langer Zeit war der 2. April 2020

Als erstes zum Thema Corona kriegte ich ein Gespräch beim Einkaufen mit. Eine Frau und ein Mann unterhielten sich darüber, dass einige Arbeitnehmer*innen sich im Moment extrem überarbeiten müssen, während andere gezwungen sind, zu Hause zu bleiben und Home-Office zu machen. Ich ziehe auf jeden Fall den Hut vor all den Verkäufer*innen und im Gesundheitsbereich arbeitenden. Für sie ist der Alltag noch stressiger geworden. Zudem kommt die Ungewissheit mit der Ansteckungsgefahr… Und ganz klar ist, da nützt alles Klatschen nichts! Diese Berufe müssen einfach einen besseren und vor allem besser bezahlten Stellenwert bekommen. Im Gesundheitswesen wurde ja privatisiert! Es muss sogar eine psychiatrische Klinik rentieren! Himmeldonnerwätternonemal….

Aber wird die Corona-Krise einen Einfluss auf unser Tun haben? Wird man wirklich zu einer «Glokalisierung», also einer Rückbesinnung auf Produkte aus der eigenen Umgebung, kommen? Werden die Leute dann nicht mehr wie wild in der Weltgeschichte rumjetten? Ist die freie Marktwirtschaft wirklich das Allerheilmittel? Hat sich der Wirtschaftsliberalismus nun wirklich selber ein Corona-Ei gelegt? Werden die wirklich wichtigen Berufe nach der Pandemie auch besser bezahlt? Wird die Massentierhaltung endlich verboten? Wird die angelaufene Nachbarschaftshilfe nachhaltig sein? Können wir mit Weniger nicht besser leben? Muss ich mit meiner Familie mal vor allem digital kommunizieren? …

Mein Freund und Mitspieler Wege hat mir heute den Aufsteller des Tages geliefert:https://app.retowaser.ch/share/?vid=402028350

Vor nicht zu langer Zeit war der 31. März 2020

Ich habe eine kleine Komposition geschrieben über einen meiner Pianotexte: Das Klavier ist ein recht unbewegliches Tier, steht da wie ein Pflock, ein festgenagelter Bock D’rum musst du tanzen um das Tier, sonst kriegst‘ nen Ranzen vom Üben am Klavier

Vor nicht zu langer Zeit war der 30. März 2020

Heute arbeite ich wieder von zu Hause aus. Es geht ja nicht anders in dieser Krise… Ich habe gedacht, dass ich heute ein Stück für sechs Klaviere und eine*n Sänger*in zur Verfügung stelle. Das Stück heisst «sechs Klavierentango». Vielleicht könnten es ja Klavierlehrer*innen nun mit ihren Schüler*innen erarbeiten und dann, wenn die Corona-Krise vorüber ist, zusammensetzen. Die Stimmen können bei mir gratis bestellt werden. Einfach eine Meldung an mich über den Kontakt auf dieser Homepage. Hier schon mal der Text des Stückes:

sechs Klavierentango zum Hören
die gesamte Partitur kann gratis bei mir bestellt werden

Vor nicht zu langer Zeit war 27. März 2020

Ich habe heute ein kleines Video zum Hochladen, das einfache Fingergymnastik ohne Noten am Klavier zeigt. Es ist eher eine Spielerei am Klavier und lässt sich aber kreativ und individuell erweitern. Es ist für Anfänger und auch Fortgeschrittene. Wichtig ist die Regelmässigkeit beim Spielen, sonst bringt’s ja nichts für die Geläufigkeit. Ich mache das schon lange mit meinen Musikschüler*innen und heute auch mit den Studierenden. Es macht Spass und kann auch mit zwei Klavieren herrlich kreativ genutzt werden. Hier das Filmli:

… und hier das Blatt zum selber weiter fahren: Viel Spass….

Vor nicht zu langer Zeit war der 26. März 2020

Habe grad mit einer Berufskollegin gesprochen. Es ist schon nicht einfach zu Arbeiten und nicht zu wissen, wann man die musikalische Tätigkeit wieder aufnehmen kann. Wie wird es sein, das erste Konzert nach der Coronoa-Krise? Wird das Publikum strömen? Werden die Kulturlokale überrannt? Ja und Proben können wir ja auch nicht! Jetzt, wo man Zeit hätte, neue Musik zu entwickeln…

Immerhin habe ich heute meine Eggimann-Vertonung «eaaauso» notiert und ein erstes Mal mit dem Handy aufgenommen. Ich habe diese Nummer für ein zweites Programm von «schnyder&schnyder&schnyder&schnyder spielen eggimann» geschrieben. Leider konnten wir unsere letzten Gigs ja nicht spielen. Auch die Gigs mit meinem Freund Wege Wüthrich sind ausgefallen. Aber vielleicht kennt ja jemand von euch da draussen die neue CD von den «Schnydern» noch nicht? Hier wäre sie zu haben: https://www.willyschnyder.ch/projektarbeit/los-es-isch-doch-eso/

… und ich lade euch nun mal die Rohfassung von «eaaauso» aufs Netz:

«eaaauso» Musik: Willy Schnyder; Text: Ernst Eggimann

Vor nicht zu langer Zeit war der 25. März 2020

Ich habe heute meinen erwachsenen Töchtern mal etwas Kleines vorbei gebracht. Es war schon traurig: Jetzt muss ich sogar zu meinen Familienangehörigen den gebührenden Abstand waren. Es liegt nicht mal drin, die eigenen Töchter zu umarmen. Das ist wirklich ein Muss, sich so zu disziplinieren!

Dafür habe ich mich heute wieder an meine Vertonungs-Arbeit gemacht. Ich bin immer noch daran, die Mundartgedichte von Ernst Eggimann zu vertonen. Es macht mich immer noch sehr glücklich, dass ich ihn noch persönlich kennenlernen durfte und er mich bei meiner Kompositions-Arbeit kräftig unterstützt hat. Ich konnte Ernst Eggimann noch viele meiner Vertonungen vorspielen. Das berührt mich immer noch mit Dankbarkeit. Heute habe ich das Gedicht «eaaauso» vertont. Die Noten schreibe ich morgen ins Notationsprogramm. Hier schon mal das Gedicht gesprochen:

EGGIMANN ÜBER MEINE ARBEIT

Foto: Peter Studer

«Nachdem die Schallplatte «Reber singt Eggimann», welche den Mundartrock in der Schweiz beeinflusst hat, längst vergriffen ist, wagt Willy Schnyder eine Neuvertonung meiner Mundartgedichte. Sie ist ganz anders, entspricht aber meinen Gedichten auf überraschende Weise so gut, dass man sagen könnte, sie seien ihnen auf den Leib geschrieben. Es sind von Dada beeinflusste Lautgedichte, welche die Musik unseres Dialektes gestalten und bewusst werden lassen, Texte zum «Losen» und nicht zum «Lesen». Willy Schnyder gelingt es mit einem ver- blüffenden «Gschpüri» unsere Sprache zum Klingen zu bringen. Dabei ent- stehen raffinierte kleine Kompositionen voller Geist und einer sensiblen Mu- sikalität, die jeweils sehr direkt vom Text ausgehen und ihn auf neue Weise interpretieren. Die Aufnahmen Heinz Rebers mit verschiedenen Instrumenten hatte durch- aus eine ironische Volksmusikstimmung, welche am Radio sehr gut ankam. Die Interpretation von Willy Schnyder ist ganz anders, viel näher an den Gedichten. Sie setzt das Spielerische direkt um und bringt den Hörer zum Staunen.» Ernst Eggimann in einem Brief, 13.8.2009

Vor nicht zu langer Zeit war der 24. März 2020

Und heute war so ein unproduktiver Tag. Zwar konnte ich einige Sachen erledigen für meine Studierenden an der PHBern. Und zwei Einkäufe erledigt für Nachbarinnen…. Aber sonst…. Lähmt diese Situation doch mehr als gemeint?. Tja, darum nur ein kurzer «Piano-Text »aus meinem Fundus:

eine Klavierschwarte
         sollte spielen eine Quarte
 
         doch es tönte mehr nach Tritonus
         der Klavierstimmer war wohl nicht im Schuss
 
         denn auch die reine Quinte tönte gruusig
         oder war’s am End’ nur bluesig?

Vor nicht zu langer Zeit war der 23. März 2020.

Tja, ich arbeite nun von zu Hause aus. Bleibt ja nichts anderes übrig. Aber was soll’s. Letzte Woche hatte ich noch gar keine Power, etwas zu kreieren. Nun bin ich aber wieder am Üben und Komponieren und will das Beste aus der Situation machen. Heute habe ich mal meine alte Vertonung eines Gedichtes von Ernst Eggimann hervor genommen. Und da gab es plötzlich die Frage, wie tönt so ein Gedicht vor der Virus-Krise oder eben jetzt in der Virus-Krise. Damit auch ihr da draussen was damit anfangen könnt, hänge ich euch die Noten an. Wäre toll, wenn ihr eine eigen Interpretation schaffen würdet. Natürlich bin ich froh, wenn ihr dann Ernst Eggimann (Text) und mich als Komponist verwenden würdet… Viel kreative Auszeit wünscht euch Willy Schnyder

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